Durch unberührte Winterwelten: Wanderung zu dem verschneiten Almdorf Fodara Vedla

Unsere Winterwanderung mit Hund Luna startet in Pederü, wo wir direkt beim Gasthaus Pederü gegen eine Parkgebühr von 5 Euro  parken können. Von hier aus folgen wir - uns links haltend-der Beschilderung Richtung Sennes / Fodara Vedla und starten auf dem gut markierten Wanderweg. Bereits nach wenigen Metern zeigt sich der Aufstieg von seiner fordernden Seite: Der Weg ist sofort steil, mühsam und verlangt Kondition. Kehre um Kehre arbeiten wir uns nach oben, bis wir nach einigen Kurven vor einem mächtigen, gefrorenen Eiszapfenspektakel stehen – ein eindrucksvoller Anblick, der uns kurz innehalten lässt. Danach geht es weiter, Kurve für Kurve, bis wir eine Abzweigung erreichen, von der aus man links direkt zur Senneshütte gelangen kann. Wir bleiben jedoch auf dem verschneiten Forstweg, folgen weiter der Beschilderung Fodara Vedla und halten uns an die Markierungen Richtung Alm(7a).


Mit jedem Schritt gewinnt man an Höhe, der Wald wird lichter und die Aussicht öffnet sich immer mehr. Plötzlich liegt sie vor uns: das tief verschneite Almdorf Fodara Vedla, still und wie aus der Zeit gefallen in der winterlichen Weite. Nur im Sommer bewirtschaftet, strahlt es jetzt eine ganz besondere, fast magische Ruhe aus – umgeben von unberührter, glitzernder Schneefläche und den sanften Formen der umliegenden Dolomiten. Wir halten inne, atmen tief durch und lassen den Anblick einfach auf uns wirken. Es ist einer dieser Momente, in denen man überwältigt ist von der Schönheit und ist dankbar, eine so wunderschöne Gegend sein Zuhause nennen zu dürfen. 


Bis zum verschneiten Dorf Fodara Vedla, das ruhig in der winterlichen Weite liegt, hatte Luna noch ihren warmen Hundemantel getragen, denn am frühen Vormittag war es noch recht kühl; nun aber, unter den wärmenden Sonnenstrahlen, genießt sie es sichtlich, sich im Schnee zu wälzen, "Schneehundeengel" zu machen und ausgelassen durch den tiefen Schnee zu tollen. 


Nach einer gemütlichen Rast bei der gleichnamigen Hütte Fodara Vedla setzen wir unseren Rundgang fort. Eingetaucht in der weißen Winterpracht, wandern wir weiter bis zu einer Kreuzung mit großer Tafel,  biegen dort rechts ab und folgen erneut der Beschilderung Richtung Senneshütte. Leider geht es hier nochmals bergauf. Zwar sind nur rund 30 Minuten angeschrieben, doch auf dem verschneiten Weg kostet dieser Abschnitt die letzten Kräfte, und wir benötigen eher 40 Minuten. Doch auch dieser Anstieg lohnt sich: In der letzten Kurve lädt eine Bank unter einem Jesu-Kreuz zum Verweilen ein. Ein magischer Ort, perfekt, um innezuhalten, Fotos zu machen und diesen besonderen Moment festzuhalten –damit später auch andere, wie ihr hier in dieser Facebook-Gruppe, diese wunderschönen Orte selbst entdecken und erleben können.


An der Senneshütte selbst wird uns der Eintritt mit Hund leider verwehrt. Zum Glück steht die Sonne an diesem Tag noch tief am Horizont und wärmt uns, während wir draußen auf der Terrasse Kaffee und Kuchen genießen. Danach treten wir den Abstieg an und folgen der Markierung Richtung Pederü. Zunächst geht es gemütlich auf einer breiten Forststraße bergab, bis diese nach etwa 45 Minuten in einen deutlich steileren und engeren Abstieg übergeht. Hier bin ich um meine Grödel sehr froh, denn der Weg ist rutschig und fordert volle Aufmerksamkeit. Schließlich erreichen wir wieder die uns bereits bekannte Forststraße.


Gerade im Winter ist zu beachten, dass der letzte steile Abschnitt häufig als Rodelbahn genutzt wird, auch Skitourengeher sind hier viel unterwegs. Hier ist besondere Vorsicht geboten – am besten bleibt man stehen und lässt die Rodler passieren.

 

Kurz vor dem Berggasthaus Pederü, wenn der Nachmittag schon in den Abend übergeht, zeigt sich ein weiter stimmungsvoller Moment dieser Tour: Die Sonne steht tief und taucht die gegenüberliegenden Berge rechts vom Weg  in warmes, rosiges Alpenglühen. Die markanten Dolomitenwände leuchten langsam rotgolden auf, das Licht wird immer weicher, die Schatten länger und eine tiefe Stille breitet sich über das Tal aus. Dieser Anblick berührt tief und schenkt der Wanderung einen absolut würdigen, unvergesslichen Abschluss – ein perfektes Finale unserer winterlichen Tour durch die verschneiten Dolomiten mit Luna.



Tourendaten:

Ausgangs-/Endpunkt: Pederü im Gadertal
Gesamtgehzeit: 4,5 h (ohne Pause) 
Gesamtstrecke: 10 km
Höhenmeter: 600 hm
Schwierigkeit: 2+/5
Hundetauglichkeit: 5/5
Vorsicht: Skitourengeher, Rodler und  "Schneetaxi" 

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© Julia Schwärzer 

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